Pädagogischer Tipp für Trainer

Hast Du als Trainer auch manchmal das Gefühl, dass du bei Deinen Nachwuchsspielern nicht ankommst? Sie Dich nicht verstehen oder nicht ganz so wahrnehmen, wie Du das möchtest?
Wenn das der Fall ist, hast Du für die kommenden Trainings und Spiele ein Problem.

Gegenseitige Vertrauensverluste, soziale Anspannungen, Respektlosigkeit etc. sind Gift für gute Trainingsbedingungen. Sie hemmen die Spieler, an ihre Grenzen zu gehen und machen die Arbeit für Dich unnötig schwer.

Deswegen ist eine gegenseitige respektvolle Beziehung zwischen Trainer und Team eine Grundlage für eine erfolgreiche Mannschaft. Christian Bischoff hat dazu ein wertvolles Kommentar geschrieben, mit dem ich zu 100% übereinstimme:

Ich habe eine andere Einstellung gegenüber Jugendlichen. Ich weiss, dass sie sehr, sehr leicht zu erreichen sind. Nimm sie ernst. Rede nicht von oben herab. Sprich ihre Sprache. Seit ich mit ihnen zu tun habe, kenne ich mein Ziel. Wenn es heisst: ‚Die hören nicht mehr zu´ – dann will ich, dass sie mir zuhören. Wenn es heisst: ‚Die haben vor nichts und niemanden mehr Respekt´ – dann will ich, dass sie vor mir Respekt haben. Und wenn ihnen – angeblich – ‚alles egal´ ist – dann will ich ihr Herz erreichen und ihnen helfen, den Glauben an sich selbst, ihr Talent und ihre Einzigartigkeit wiederzufinden. Und wenn ich das mal nicht schaffe? Dann lag es an MIR und ich weiss, dass ICH das nächste Mal etwas anders machen muss – nicht die Jugendlichen! (Bischoff 2010, S. 68)

Besonders gut finde ich den letzten Satz: JEDER ist für sein Handeln zu 100% verantwortlich. Man darf sich nicht darüber beklagen, dass Dein Team nicht das umsetzt, was Du ihnen aufträgst. Sondern Du musst dich selber fragen: Sind die Spieler in der Lage, Deinen Anforderungen gerecht zu werden? Sind sie überfordert oder unterfordert? Hast Du die Anforderung verständlich kommuniziert? Hast du Deine Spieler gut auf die spezifische Situation vorbereitet? etc.

Jeder sollte zuerst anfangen, an sich zu arbeiten und sich selbst zu hinterfragen, bevor er die Schuld des eigenen Versagen an anderen auslässt!

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen erfolgreichen Saisonstart!

Quellen:
Bischoff, Christian (2010): Willenskraft. Warum Talent gnadenlos überschätzt wird. Berlin: Econ.
Bild: http://www.studienkreis.de/uploads/tx_templavoila/verantwortung.jpg


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„Der Wille ebnet den Weg an die Spitze,
ich bin kein Talent."
Nadja Kamer