Du bist, was Du denkst!

Als ich wieder einmal im Zürcher Uniturm sass und meine Literatur für das Studium durchstöberte, traf ich bei der psychologischen Stereotypforschung auf einen interessanten Aspekt.

Dort heisst es bei Rothermund, dass der Mensch sich in jungen Jahren eine Vision von „Alt“ aufbaut. Diese Vision geht dann auch im Alter in Erfüllung. Also wenn ein Erwachsener denkt und glaubt, im Alter ist man fit, munter und kann die Welt bereisen, dann wird er/ sie das auch.
Aber wenn ein Erwachsener denkt und glaubt, im Alter ist man alt, gebrechlich und senil, dann wird er/ sie das auch.


Bild 1: Altes Ehepaar

Wenden wir die empirisch belegten Fakten auf den Sport an. Es heisst wie folgt:

Wenn Du denkst, Du bist ein Verlierer => Dann wirst Du auch ein Verlierer.
Wenn Du denkst, Du kannst keine guten Pässe spielen => Dann wirst Du nie gute Pässe spielen.
Wenn Du denkst, Du triffst das Tor nie von der Mittellinie => Dann triffst Du das Tor auch nie.

ABER:
Wenn Du denkst, Du bist ein guter Passgeber => Dann wirst Du auch ein guter Passgeber.
Wenn Du denkst, Du bist selbstbewusst => Dann wirst Du auch selbstbewusst.


Bild 2: Beim Penalty ist Selbstbewusstsein der beste Weg, den Ball ins Tor zu schiessen oder ihn zu fangen.

Gut! Jetzt wissen wir, dass Deine Gedanken auch Deine Fähigkeiten beeinflussen. Aber ich stelle mir jetzt die Frage, wie ich selbstbewusster werde? Nur daran zu denken, dass ich selbstbewusst bin, scheint mir nicht ganz ausreichend.
Um hier einen Schritt weiter zu kommen, reisen wir in Deine Gedanken: Denke einmal an Momente in deinem Leben, wo Du vor Selbstbewusstsein fast „geplatzt“ wärst?

Bei mir waren diese Momente, wenn ich einen grossartigen Erfolg feiern durfte: Einen Titel gewonnen, ein sehr schwieriges und aussergewöhnliches Tor geschossen oder ein hart umkämpftes Spiel in der letzten Sekunden zu Gunsten meines Teams gedreht.

Und genau hier – bei Deinen Erfolgen – setzt Du an, Dein Selbstbewusstsein zu stärken. Jeder Erfolg baut Dich auf, auch wenn er noch so klein ist. Du musst ihn nur bemerken und anerkennen. Beispielsweise freue ich mich immer, wenn ich etwas im Seminar zur Diskussion beitragen kann. Ich bin nach meinen Mitteilungen immer sehr stolz auf mich. Ein weiterer Erfolg ist für mich, wenn ich ein Training gestalte und am Ende das Gefühl habe, meine Jungs/ meine Mädchen haben etwas gelernt. Oder wenn meine SpielerInnen beim Training Freude haben. Oder ich einen SpielerIn verständnisvoll erklärt habe, wie er/sie in einer Situation bessere Entscheidungen trifft. Oder ich jeden SpielerIn mit Handschlag begrüsse und einen Smalltalk halte. …

Jeder Mensch hat kleine Dinge in seinem Leben, die für ihn einen Erfolg darstellen. Vor allem bei jüngeren Menschen ist es schon ein Erfolg, wenn sie Dir bei einem Gespräch permanent in die Augen schauen.
Fazit: Ziel ist es, Deine kleinen Erfolge zu erkennen und zu würdigen.


Bild 3: Was unterscheidet Dich von anderen Menschen?

Ein weiterer Weg ist einmal zu überlegen, wo Deine Stärken liegen. Was für Eigenschaften machen Dich als SpielerIn und Menschen einzigartig. Wir alle sind unterschiedlich und Du auch. Wenn Du keine Besonderheiten bei Dir findest, hast Du nicht gut genug gesucht.
In einem Team treffen 22 Individuen plus Betreuungsstab aufeinander. Die Vielseitigkeit von Talenten soll zu einem gut funktionierenden System zusammengeschweisst werden. In welchen Bereich hebst Du Dich von den anderen Menschen ab?
Hast Du es gefunden?
Nein immer noch nicht, dann frage doch mal Deine Freunde.

Mit Deinen Stärken hast Du ein Erfolgsrezept in der Hand. Setze Deine Stärken im Training, Spiel oder in Deinem Leben ein und Du hast Erfolg. Und damit Du nicht vergisst, wo Du im Handeln Dein Fokus setzen musst, zähle jeden Morgen Deine Stärken auf. Du wirst sehen, nach einer Woche haben sie sich verdoppelt, weil Dir immer mehr einfallen.

Wenn Du Deine Erfolge wahrnimmst und Dich auf Deine Stärken beruhst, dann denkst Du, dass Du erfolgreich bist.
Und wenn Du denkst, Du bist erfolgreich => Dann wirst Du auch erfolgreich!

Viel Spass beim erfolgreich sein!

Bildquellen:
Bild 1: http://www.menschenschreibengeschichte.at/projekt_30/upload/bild_12593_12614 34115_gd.png
Bild 2: http://www.floorballmagazin.de/wp-content/uploads/2010/03/201003_bundesliga _gatzsch4.jpg
Bild 3: http://www.awi-ag.de/uncut2/components/com_jd-wp/wp-content/uploads/ 2007/01/People.jpg


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sieben − = eins





Darüber werde ich nachdenken!
„Der Wille ebnet den Weg an die Spitze,
ich bin kein Talent."
Nadja Kamer