Die Macht der Zuschauer

Zürcher Zuschauer verhindern in der Finalserie starkes Wiler Powerplay.

Am 08. April 2012 ereigneten sich in der Zürcher Saalsporthalle historische Szenen. Es ist bereits die 54. Spielminute. GC Unihockey spielt im dritten Finalspiel gegen Wiler-Ersigen, den amtierenden Schweizer Meister und überlegenden Favoriten. GC führt in diesem Moment mit 4:2.

Der grossgewachsene Finne Esa Jussila kämpft in der GC Ecke mit Andri Adank um den Ball. Bei einer Drehung schlägt Jussila dem GC Spieler einen Ellebogen ins Gesicht. Der GC Spieler bleibt am Boden liegen und krümmt sich vor Schmerz. Alle Spieler halten kurz inne und warten auf den Abpfiff des Schiedsrichterpaars.

Doch der folgt nicht. Die Unparteiischen lassen weiter spielen und prompt ist Jussila Opfer eines Revanchefouls von Wolfer. Der zweite GC Spieler muss diskussionslos für fünf Minuten in die Kühlbox. Doch was dann folgt kann man neben den Sieg von GC an diesem Abend als zweite grosse Sensation des 08.04. vermerken.

Die ca. 800 GC Anhänger unter den 1000 Zuschauern stellen sich kollektiv gegen den Schiedsrichterentscheid. Sie pfeifen und buhen lautstark das Powerplay in jede Spielsekunde der Strafminuten aus. Diese Macht der Zuschauer zeigt Einfluss. Das sonst so souverän und mit einer fast tödlichen Effizienz wirkende Powerplay der Gäste verpufft. GC spielt mit vier Feldspielern ganz gut mit und kommt sogar zu Torchancen. Einzig allein ein Konter in Überzahl (!) ermöglicht das einzige Tor für Wiler in den fünf Minuten.

Nun ob die schlechte Powerplayleistung auf das (hoffentlich anhaltende) Formtief von Wiler im Zusammenhang steht oder doch die Pfiffe der Zuschauer die Wiler-Spieler beeinflussten, kann man fleissig diskutieren. Ich hoffe einfach, dass GC noch ein Spiel gewinnt um sich noch das letzte Heimspiel zu reservieren.

Bildquelle:
http://unihockey-pics.de/sai2010_11/pics/suicupfin_zur_wiler_p2.jpg


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Nadja Kamer