Spanien ist Meister – Und was heisst das?

Inspiriert vom glorreichen spanischen EM Final habe ich mal wieder auf die Tasten gehauen und versucht, Elemente der spanischen Spielmentalität aufs Unihockey zu übertragen.

Spanien ist Europameister. Für viele wahrscheinlich keine neue Erkenntnis, da ihr EM Titel schon einige Jahre zurück liegt. Vier um genau zu sein. Ach und ganz vergessen(: Spanien ist nicht nur der alte, sondern auch neue Meister. Am 1. Juli 2012 durfte sie sich erneut die europäische Krone aufsetzen. Fazit für die Fussballwelt: Spanien bleibt nun einmal das Mass aller Dinge. Aber ich frage mich seit dem 1. Juli ab ca. 23 Uhr, was heisst das nun für unseren Sport?

1) Der Star ist die Mannschaft
Mit dieser Einstellung sind auch die Deutschen ins Turnier gestartet, doch leider an den Exzentriker Balotelli gescheitert. Natürlich standen noch 10 andere italienische Nasen auf dem Platz, doch schlussendlich war es der Bal(l) O Telli, der eiskalt das Runde ins Eckige befördert.
Anscheinend muss die Mannschaftsqualität bei den Spaniern doch eine andere sein, denn sonst hätten die Tiki Taka Fussballer nicht gleich 4:0 in einem Finale gewonnen.


Bild: Balotelli konnte im Spiel gegen Deutschland zweimal alles machen, was er wollte. Er spielte mit den Deutschen quasi Kasperletheater.

2) Einer für alle und alle für ein!
Wie schön klingt doch dieser Lobgesang der drei Musketiere. Wie oft haben das aktive Spieler von ihren Trainern schon vorgelallt bekommen. Und wie oft haben die Trainer doch recht gehabt. Gemeinsam angreifen und gemeinsam verteidigen ist auch in meinen Trainings eine „goldene Regel“. Wer für die einfache Regel zu faul ist, erhält erst einmal eine verbale Schelte. Wieso sollen die Stürmer alleine vor dem gegnerischen Tor verkümmern? Warum sollen die Verteidiger ganz alleine blaue Flecke von den gegnerischen Schüssen bekommen?


Video: Ein gutes Anschauungsbeispiel. Zwar ohne Spanien, dafür mit Barcelona.


Video: Eine Übungsform, wie die Tiki Taka Spielweise trainiert werden kann.

3) Uneigennützigkeit
Auch wenn das den Showmasters nicht gefallen wird: Egozentrische Spieler, die nur auf eigene statistische Werte schauen, haben in einer erfolgreichen Mannschaft nichts verloren. Wie sonst lässt sich Torres Rückpass zum 4:0 erklären? Ihm war die Torjägerkrone in dieser Situation egal. Torres lag vielmehr das Wohl der Mannschaft am Herzen.

Na dann bin ich mal gespannt, ob ich die spanische Spielmentalität in der nächsten Saison auf den Unihockeyfeld wiedersehen werde.


Bildquelle
http://www.toonpool.com/user/15065/files/balotelli-breakfast_1721075.jpg


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Nadja Kamer