Archiv für Juli 2012

Übung #114 – Ballführung

Eine schöne Übung für Kinder: Die Spieler müssen mit einem Ball ausserhalb der Markierung entlang rennen. Auf Pfiff müssen sie mit dem Ball in die Mitte sprinten und einen Reifen belegen. Es ist immer ein Reifen weniger im Feld, als Spieler herum laufen. Einer beleibt übrig und scheidet aus.

Spanien ist Meister – Und was heisst das?

Inspiriert vom glorreichen spanischen EM Final habe ich mal wieder auf die Tasten gehauen und versucht, Elemente der spanischen Spielmentalität aufs Unihockey zu übertragen.

Spanien ist Europameister. Für viele wahrscheinlich keine neue Erkenntnis, da ihr EM Titel schon einige Jahre zurück liegt. Vier um genau zu sein. Ach und ganz vergessen(: Spanien ist nicht nur der alte, sondern auch neue Meister. Am 1. Juli 2012 durfte sie sich erneut die europäische Krone aufsetzen. Fazit für die Fussballwelt: Spanien bleibt nun einmal das Mass aller Dinge. Aber ich frage mich seit dem 1. Juli ab ca. 23 Uhr, was heisst das nun für unseren Sport?

1) Der Star ist die Mannschaft
Mit dieser Einstellung sind auch die Deutschen ins Turnier gestartet, doch leider an den Exzentriker Balotelli gescheitert. Natürlich standen noch 10 andere italienische Nasen auf dem Platz, doch schlussendlich war es der Bal(l) O Telli, der eiskalt das Runde ins Eckige befördert.
Anscheinend muss die Mannschaftsqualität bei den Spaniern doch eine andere sein, denn sonst hätten die Tiki Taka Fussballer nicht gleich 4:0 in einem Finale gewonnen.


Bild: Balotelli konnte im Spiel gegen Deutschland zweimal alles machen, was er wollte. Er spielte mit den Deutschen quasi Kasperletheater.

2) Einer für alle und alle für ein!
Wie schön klingt doch dieser Lobgesang der drei Musketiere. Wie oft haben das aktive Spieler von ihren Trainern schon vorgelallt bekommen. Und wie oft haben die Trainer doch recht gehabt. Gemeinsam angreifen und gemeinsam verteidigen ist auch in meinen Trainings eine „goldene Regel“. Wer für die einfache Regel zu faul ist, erhält erst einmal eine verbale Schelte. Wieso sollen die Stürmer alleine vor dem gegnerischen Tor verkümmern? Warum sollen die Verteidiger ganz alleine blaue Flecke von den gegnerischen Schüssen bekommen?


Video: Ein gutes Anschauungsbeispiel. Zwar ohne Spanien, dafür mit Barcelona.


Video: Eine Übungsform, wie die Tiki Taka Spielweise trainiert werden kann.

3) Uneigennützigkeit
Auch wenn das den Showmasters nicht gefallen wird: Egozentrische Spieler, die nur auf eigene statistische Werte schauen, haben in einer erfolgreichen Mannschaft nichts verloren. Wie sonst lässt sich Torres Rückpass zum 4:0 erklären? Ihm war die Torjägerkrone in dieser Situation egal. Torres lag vielmehr das Wohl der Mannschaft am Herzen.

Na dann bin ich mal gespannt, ob ich die spanische Spielmentalität in der nächsten Saison auf den Unihockeyfeld wiedersehen werde.


Bildquelle
http://www.toonpool.com/user/15065/files/balotelli-breakfast_1721075.jpg

Volltreffer II

Unihockeyuebung ist nun endlich auch in den Schweizer Medien angekommen. Auf Floorballstar.com wird zukünftig das Trainingsbuch „Unihockeytraining – Methoden und Strategien für kreatives und abwechslungsreiches Coaching“ angeboten. Zusätzlich dürft ihr euch über fünf Blogbeiträge pro Saison freuen.

Klein (0,9 cm dick), handlich (98 Seite) und leicht (500 Gramm) – So präsentiert sich die neuste Unihockeylektüre: „Unihockeytraining – Methoden und Strategien für kreatives und abwechslungsreiches Coaching“ von Marco Galle. Das Buch richtet sich an alle Trainer, welche mal wieder etwas Neues wissen wollen.

Das leichte Gewicht des Buchs soll jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich um schwergewichtigen Inhalt handelt. Im Zentrum dieser in Eigenregie produzierten Abhandlung steht eine umfassende Analyse der Dreiecksbeziehung zwischen Trainer, Spieler und Training. Zudem findet man individuelle und gruppenspezifische Taktiken fürs Klein- und Grossfeld. Eine Ansammlung von 80 Übungen und Spielformen rundet die ganze Arbeit ab.

Für die Trainingsanalyse hat Marco Galle das erziehungswissenschaftliche Modell des didaktischen Dreiecks von Kurt Reusser aufs Unihockey übertragen. Somit kann die Fülle an Informationen systematisch geordnet und häppchenweise für die Leser und Leserinnen präsentiert werden.
Nachdem die fachlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Training gelegt sind, geht es im zweiten Kapitel ums Taktische. Hier vermischen sich Galles jahrelange und internationale Spielerfahrung mit der derzeit gängigen Literatur. Das Resultat ist eine detaillierte Übersicht über die angewendeten defensiven Spielsysteme fürs Klein- und Grossfeld. Auch fehlt es nicht an spezifischen Angriffsvarianten für jegliche Spielsituationen.
Zum Abschluss präsentiert Marco Galle eine Vielzahl an Übungs- und Spielformen, die die Trainingsqualität und den Variantenreichtum erhöhen sollen. In diesem Bereich des Buches gibt es Platz, welcher für eigene Notizen reserviert ist. Kreative und abwechslungsreiche Einfälle können so vor dem Vergessen bewahrt werden.

Marco Galle wählt einen neuen Weg, um seine Ideen an die Trainer zu bringen. Er kombiniert seine zwei Spezialgebiete – das Unihockey und die Pädagogik. Entstanden ist ein guter Mix aus Theorie und Praxis, bei welchem man die Leidenschaft förmlich spüren kann. Ab sofort ist das Buch „Unihockeytraining – Methoden und Strategien für kreatives und abwechslungsreiches Coaching“ im Online-Shop von floorballstar.com erhältlich.






Darüber werde ich nachdenken!
„Der Wille ebnet den Weg an die Spitze,
ich bin kein Talent."
Nadja Kamer