Ein Kurs schreit nach mehr!


Mattendrehen für die Kraft.

Zwei schöne, lehrreiche und lustige Tage sind zu Ende. Ich sitze erschöpft und überglücklich in einem wackeligen Zug auf meiner Heimfahrt nach Winterthur. Es schaukelt stark und ich versuche bei dieser Tortur die Tasten richtig zu treffen. Bei Tippfehlern bitte ich um Entschuldigung und Verständnis. Die Bahn ist schuld.


Galle erklärt eine von vielen Übungen.

Die Deutsche Bahn (DB): Ein Wunder der Menschlichkeit

Dabei fing alles so harmonisch an. Von Winterthur nach Schaffhausen spürte ich noch die souveräne Arbeitshaltung der Schweizer Bundesbahn. Auf die Sekunde pünktliche Abfahrt und Ankunft, freundliche Zugbegleiter und stille Passagiere. Ein Paradies auf Erden. Das Umsteigen auf die DB war etwas stressig. Mit geschätzten vierzig Kilo innert fünf Minuten den anderen Zug erwischen, war schon eine sportliche Herausforderung. Doch die DB wollte noch mehr aus mir herausholen und parkierte den Zug nicht wie gewöhnlich an der gut erreichbaren Mitte vom Bahnsteig, sondern ganz am Ende im Sektor D. Im Sprint auf den letzten 100 Metern fühlte ich mich wie Usain Bolt bei seinem Weltrekordversuch. Ein unglaubliches Glücksgefühl durchzog mich, als ich mein Gepäck sicher im Zug deponierte und meinen ausgesessenen Sitzplatz einnahm.
Die erste Hürde war geschafft. Doch nun wollte die DB noch meine Geduld und Mitmenschlichkeit auf die Probe stellen. An einem Bahnhof irgendwo zwischen Schaffhausen und Ulm stand der Zug recht lang am Bahnsteig und fuhr einfach nicht weiter. Ich bemerkte es gar nicht erst, bis ein entnervter Zugbegleiter zum Mikrofon griff und mit einer leicht zynischen Stimme sagte: „Liebe Fahrgäste! Wegen rücksichtslosen Fahrradfahrern haben wir eine Verspätung von sechs Minuten.“ SECHS MINUTEN. Für den kleinen Schweizer in mir eine Unverschämtheit. Der Deutsche Marco blieb aber ruhig und blickte durch den Zuggang nach vorn. Meine Blicke fielen auf ein Gewirr von Sturzhelmen und Drahteseln. Ich fragte mich, wie man es fertig bringen kann, ca. 20 Fahrräder durch eine schmale 80 Zentimeter breite Tür innert zwei Minuten durchzuquetschen. Ein Ding der Unmöglichkeit.


Das hilft bei angespannten Nerven: Dehnübungen.

Ich macht mir anschliessend keine grossen Gedanken mehr bis die Lautsprecher wieder knisterten und derselbe Zugbegleiter mit unveränderter Tonlage wieder das Wort ergriff: „Meine Damen und Herren, der Zug hat eine Verspätung von sechs Minuten. Wenn Sie wegen dieser Verspätung Anschlusszüge verpassen, bedanken sie sich jetzt bei den rücksichtslosen Fahrradfahrern in der Zugmitte.“ Puh das hat gesessen. Ich erwartete in den nächsten Sekunden einen kleinen Mob im Zug der sich in Richtung Zugmitte aufmacht und den „rücksichtslosen“ Fahrradfahrern ein herzliches und schmerzliches Danke sagt. Zum Glück siegte die menschliche Vernunft über die öffentlichen Hassparolen des Zugbegleiters. Das war ein hartherzlicher Willkommensgruss der DB.

Begeisterung, Spass und viel gelernt

Nach dieser Unterhaltungseinlage der DB stand der Trainerkurs voll im Fokus. Floorball Nordheim und Unihockeyuebung luden ein und 24 Leute kamen (6 TrainerInnen standen auf der Warteliste). Schon allein diese Zahlen beeindrucken und zeigen, dass Floorball Deutschland solche Kurse braucht.


Mit viel Spass neue Übungen gelernt.

In einem spannenden Theorie-Praxis-Mix präsentierte ich den Trainern interessante Infos über das Kinder- und Jugendfloorball.

„Sehr gute Mischung aus Theorie und Praxis“ (Teilnehmer)

Den roten Faden fasste ich in einer Frage zusammen: „Was wird wann und wie trainiert?“ Nach einer kurzen und knackigen Theorieeinheit durften sich die Trainer selber auf dem Feld ausprobieren und bei themenspezifischen Übungen richtig schwitzen. Vier solcher Blöcke gab es. Themen waren u.a. Koordination, Konditon, Pass, Schuss, Ballführung, Taktik, Trainerideale und vieles mehr.

„Sehr kompetente, ruhige und freundliche Art des Referenten“ (Teilnehmer)

„Lustige und verständliche Art“ (Teilnehmer)

Den Samstagabend rundeten wir mit einem Grossfeld-Floorballmatch ab und mehreren Runden Werwolf. Umrahmt war der Kurs von einer perfekten Organisation von Armin und Stephie. Hier nochmals ein herzliches Dankeschön! Ihr seid super!

„Super Organisation!!!!“ (Teilnehmer)

Super waren auch die Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und Italien. Sie haben alle ausgezeichnet mitgemacht. Die vielen positiven Feedbacks freuen mich sehr und motivieren mich, in dem Trainerkursen mehr Energie reinzustecken.


Gruppenbild: Ihr wart super!

Viele Anfragen für weitere Kurse habe ich schon erhalten. Wenn du auch möchtest, dass ich mal bei dir vorbeikomme, dann melde dich unter floorballgalle@gmail.com.


Ich komme gern bei dir vorbei.

Ich wünsche meinen Lesern schöne und erholsame Ferien.


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acht − = drei





Darüber werde ich nachdenken!
„Der Wille ebnet den Weg an die Spitze,
ich bin kein Talent."
Nadja Kamer